Das Sisyphos Projekt

 
„Die einzige Art, einer unfreien Welt zu begegnen ist, so frei zu leben, dass unsere Existenz selbst ein Akt der Rebellion ist.“ schreibt Albert Camus in seiner Schrift von 1942 „Der Mythos des Sisyphos“. Die Existenz wird zurückgeführt auf die hoffnungslose Absurdität der Suche nach einem Sinn. Wir leben in einer Zeit in der der Populismus blüht, eine Zeit in der eine tiefe Auseinandersetzung mit komplexen Problemen vermieden wird und simplifizierte Aussagen stattdessen bevorzugt werden. Das ist in allen Bereichen des Lebens wiederzufinden, sogar in der Musik. Diese wird oft auf eine ungefährliche Schönheit, die nicht stören darf, reduziert. Das Ensemble Volans wurde 2015 gegründet und widmet sich, durch die Interpretation zeitgenössischer klassischen Musik, allen Klängen, den schönen als auch den schrägen. Und somit wird dessen Existenz, um Kamus zu zitieren, zu einem Akt der Rebellion.
Das Sisyphos Projekt ist dunkel und dramatisch, darin findet man nicht nur den Mythos von Sisyphos sondern auch den der Danaiden, die dazu verurteilt wurden Wasser in ein durchlöchertes Fass zu schütten, das nie voll werden wird. Musik, Tanz, Theater und Film verschmelzen miteinander, in diesem Werk, zu eins, um die Hoffnungslosigkeit der beiden Mythen darzustellen.
 
In drei Akten:
I Der alte Gipfel Die Wasserwelt der Danaiden
II Die Verspottung der Götter Die Steinwelt des Sisyphos
III Der Sinn des Lebens Die Auflösung
 
Komposition: Shiwen Wang
Tanz: Charlotte Virgile
Solist: Michael Heupel
Ensemble Volans

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